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Baphomets Fluch 3 Drucken
Geschrieben von Avantenor   
Tuesday, 3. October 2006
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Baphomets Fluch 3 – Der Schlafende Drache

Die technisch neue Generation


Nach dem zweiten Teil folgte eine längere Pause, in der sich Revolution an einem anderen Spiel versuchte, In Cold Blood. Allerdings konnte man nicht an die Erfolge der Baphomets-Fluch-Serie anknüpfen. So kehrte die Firma im neuen Jahrtausend wieder zu ihrem erfolgreichsten Zugpferd zurück und begann die Entwicklung des dritten Teiles, Untertitel „Der Schlafende Drache“. Technisch wurde der Teil zum Wendepunk in der Serie, denn Baphomets Fluch machte sich bereit für die neue Grafikgeneration.

Zur Handlung: George ist in seiner Eigenschaft als Patentanwalt auf dem Weg in den Kongo, um einen Klienten aufzusuchen, der eine neue Erfindung patentieren lassen möchte. Seine Anreise endet wenig erfreulich, da sein Flugzeug auf mysteriöse Weise abstürzt. Als er endlich das Labor seines Klienten erreicht, ist dieser Tod. Gleichzeitig hat am anderen Ende der Welt Nico (die sich vor längerer Zeit wieder von George trennte) ein Termin mit einem Hacker, der sensationelle Entdeckungen im Zusammenhang mit dem Voynich-Manuskript gemacht haben will. Auch er findet den Tod. George und Nico versuchen nun jeweils die Verbrechen aufzuklären, um am Ende festzustellen, dass es da eine Verbindung zwischen ihren Fällen gibt.

Der Zeichentrickstil früherer Tage war, wollte man weiterhin ein breiteres Publikum ansprechen, im Jahr 2003 nicht mehr umzusetzen. Deswegen beschlossen die Jungs von Revolution auch, ihr Spiel mit Hilfe der Renderware 3D-Engine in zeitgemäße Form zu bringen, was ihnen allerdings auch viel Kritik von Seiten der Fans einbrachte, letztlich jedoch (zähneknirschend?) akzeptiert wurde. Noch weniger beliebt jedoch war die Entscheidung, Point&Click abzuschaffen. Stattdessen steuerte man die beiden Protagonisten mit der Tastatur. Charles Cecil begründete die Entscheidung damit, dass in seinen Augen – damit ganz im Gegensatz zu den meisten Adventure-Liebhabern - Point&Click tot sei. Auch die Rätsel waren ein häufiger Kritikpunkt. Vielen waren sie zu simpel, noch schlimmer jedoch war die unverhältnismäßige Zahl an Kisten-Schiebe- und Schalterrätseln, die den Großteil des Spiels ausmachten, ein Punkt, den Charles Cecil im Nachhinein selbst zugeben musste. Die kleinen Action- und Schleicheinlagen waren zwar durchweg fair, stießen allerdings auch auf wenig Gegenliebe.

Insgesamt ist die Meinung über den dritten Teil der Serie sehr zwiespältig. Allerdings äußert sich die Kritik hauptsächlich an der Technik und dem Interface, weniger an dem Inhalt. Denn trotz dieser für manchen Fan ungeliebten Änderungen am Spielprinzip konnte man doch die inhaltliche Stärken der Baphomets-Fluch-Reihe durchblitzen sehen, die da wären durchweg spannende Erzählweise, einprägsame Charaktere, Humor und die Verbindung von Historischem und Fiktion. Für Adventure-Neulinge dürfte der dritte Teil sicher ein guter Einstieg gewesen sein, doch die Fans der ersten Teile diskutieren immer noch über die Bewertung.
 
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