Davon haben die Adventure-Fans geträumt:
Sam & Max sind zurück auf den heimischen Rechnern und gehen wieder auf Verbrecherjagd. Steve Purcell, der für die Grafik und die Ideen zu vielen der großen
LucasArts-Adventures verantwortlich war, die Comicfiguren Sam und Max erfand und die Entwicklung von
Sam & Max
Hit The Road leitete, entwickelt zusammen mit
Telltale Games, einer Firma ehemaliger
LucasArts-Mitarbeiter, die neuen Abenteuer des skurrilen Duos. Dabei setzen die Entwickler neben einer sehr ansehnlichen 3D-Comic-Grafik auf das Episoden-System. Dabei wird jeden Monat eine neue Episode veröffentlicht, was die Entwickler bis jetzt noch immer einhalten konnten. Dieses ans Fernsehen erinnernde Prinzip ist eine relative Neuheit auf dem Spielemarkt, doch durch moderate Preise und die hohe Qualität jeder Episode werden diesem Prinzip von Branchenkennern beste Erfolgschancen nachgesagt,
Telltale selbst gibt aber keine Zahlen bekannt.

Geplant sind für die erste Staffel 6 Episoden bis Mai 07. Angeboten werden die Spiele bisher nur in Englisch und nur zum Download, erst exklusiv für den amerikanischen Markt bei
Gametap und etwas später direkt bei
Telltale für den weltweiten Markt. Die Episoden kosten einzeln jeweils $ 8.95 und im Komplettpaket $ 34.95 (pro Episode ungefähr $ 5.86).
JoWood wird die Spiele in Deutschland komplett lokalisiert auf den Adventure-Markt bringen, Näheres gibt es in
dieser News. So kommen auch Adventure-Fans ohne ausreichende Englischkenntnisse in den Genuss des tierischen Duos.
Kurzes
Sam & Max-Grundwissen: Sam, ein sehr menschenähnlicher Hund, und Max, ein weißer, aggressiver Hase, bilden ein Team der Freelance Police und kümmern sich um Verbrechen aller Art. Im Vorgänger
Sam & Max Hit The Road gingen die beiden auf die Suche nach einem flüchtigen Yeti. Das Spiel war gespickt mit Andeutungen und Kritik am amerikanischen Way of Life und zeichnete sich durch einen teilweise sehr skurrilen Humor aus.

Das tierische Duo ist zurück! In bunter 3D-Grafik und mit genialer Musik, was uns schon das Intro demonstriert. Das Telefon klingelt, doch Jimmy Two-Teeth, Hausratte der beiden, hat das Telefon entführt und verlangt als Gegenleistung Schweizer Käse. Der Käseliebhaber Max hat zwar zufällig einen ganzen Schrank mit Käse gefüllt, doch natürlich ist kein einziges Stück aus der Schweiz dabei. Was macht Sam also? Er nimmt seinen Revolver und schießt Löcher in den Käse und voilà haben wir Schweizer Käse. Dieses Rätsel entspricht sehr gut dem gesamten skurrilen und teilweise auch sehr makaberen Humor des Adventures. Besonderer Höhepunkt ist das Traumrätsel gegen Ende des Spiels, mehr will ich aber nicht verraten, außer dass unserer Galerie ein Bild davon enthält...

Nachdem die beiden nach einem kleinen Verhör der Ratte ihr Telefon wieder entlockt haben, geht ihr eigentlicher Fall los: In ihrer Nachbarschaft treiben drei ehemalige Kinderstars, die Soda Poppers, ihr Unwesen. Sie scheinen hypnotisiert zu sein und machen alle in irgendeiner Form aufdringliche Werbung für Brady Cultures Eye-Bo-Training. Mit der Hilfe der benachbarten Psychologin Sybil kommen Sam und Max dem Bösen aber auf die Spur und können den Fall schnell lösen. Schnell ist hier wörtlich gemeint, die Episode sollte in höchstens 3 Stunden gelöst sein. Dazu tragen vor allem die wenigen Locations und die relativ simplen, aber sehr kreativen Rätsel bei.
Optisch gehört das Adventure nicht gerade zu den Hammertiteln, doch hässlich kann man das auch nicht nennen. Es ist einfach eine bunte, zwischen detailreich und öde wechselnde 3D-Comic-Grafik, die sehr lebendig und stimmig wirkt. Die beiden Protagonisten schlappen stilecht durch die Landschaften und auch sonst wirken die Figuren sehr echt.

Wo wir gerade bei den Charakteren sind: In der Nachbarschaft von Sam und Max gibt es zwei besondere Ladeninhaber: Bosco und Sybil. Bosco verscherbelt in seinem Tante-Emma-Laden neben allerlei „normalen“ Verkaufsgegenständen in jeder Episode ein selbst gebasteltes Spielzeug zu horrenden Preisen und versucht, sich aus Paranoia vor ständiger Gefahr für sich und seinen Laden in jeder Episode durch eine andere mehr oder wenig effektive Verkleidung zu tarnen. Sibyl bietet in jeder Episode eine andere Dienstleistung an, in der ersten Folge sind es psychologische Analysen.

Minispielchen gibt es eigentlich nicht, nur eine Verfolgungsszene im DeSoto, dem Auto der beiden. Bei dieser Szene kommt es aber weniger auf Geschicklichkeit als vor allem auf logisches Denken an.
Der Spieler steuert Sam mit der Maus durch die Gegend. Rennen durch Doppelklick gibt es nicht, was bei den kleinen Locations aber nicht weiter stört. Auch die rechte Maustaste dient nur zum Abbrechen von Dialogen, was wegen der vielen Gags aber nicht zu empfehlen ist. Das Inventar befindet sich in der bekannten Kiste am unteren Bildschirmrand, Inventar-Gegenstände können nicht kombiniert werden. Insgesamt ist also auch die Steuerung angenehm simpel gehalten.
Die Stärken von
Sam & Max liegen auch im oft sträflich vernachlässigten Soundtrack-Bereich. Jared Emerson-Johnson, der für viele Game-Soundtracks zu Spielen wie
The Bard's Tale und
Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs verantwortlich war, hat für die Episoden einen erstklassigen Soundtrack geschrieben. Die jazzige Hintergrundmusik ist allein für sich ein Grund, möglichst lang
Sam & Max zu spielen und verspricht großen Hörgenuss. Und selbst manche Wiederholungen stören absolut nicht. Wer den Soundtrack auch außerhalb des Spiels hören will, sollte mal auf der offiziellen
Telltale-Soundtrack-Seite verbeischauen, dort gibt es viele Titel als mp3-Datei zum Download.

Wer
Sam & Max spielen will, sollte sehr gute Englischkenntnisse besitzen, denn die beiden Buddies unterhalten sich jenseits jeden Schulvokabulars und so schnell, dass man auch beim Lesen der Untertitel oft ins Straucheln kommen kann. Vor dem Kauf sollte man sich in unserem Video-Bereich die vielen Videos anschauen und sich sonst überlegen, auf die deutsche Version von
JoWood im Sommer zu warten.
Man mag es dem Artikel ansehen, ich bin begeistert von dem genialen Duo. Putzige Grafik, eine mehr als schräge Story und ein klasse Soundtrack machen einfach nur Spaß. Über die sehr leichten Rätsel kann man wegen ihrer Originalität locker hinwegsehen und auch die mehr als kurze Spielzeit ist für den Preis mehr als gerechtfertigt. Lange nicht mehr konnte ich so sicher eine Kaufempfehlung aussprechen.
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Im zweiten Fall des tierischen Duos geht es um eine Talkshow-Moderatorin, die ihre Studio-Zuschauer und Mitarbeiter als Geiseln hält. Sam und Max brechen nun auf in die Studios des Fernsehsenders und müssen sich anhand der Teilnahme an mehreren Sendungen genug Ruhm verdienen, um in die Talkshow von Myra Stump zu kommen. Dabei wird so ziemlich jedes Genre auf die Schippe genommen. Von „Who's never going to be a millionaire“ („Wer wird niemals Millionär“) bis zu Casting- und Kochshows, in allen Bereichen müssen sich Sam und Max beweisen und liefern dabei immer wieder witzige Verfremdungen dieser Shows.

Der Spielgefühl ist gleich geblieben, einfache Rätsel, klasse Soundtrack, schnelle Sprüche und einfache Bedienung schaffen es weiterhin ein kurzweiliges Spielvergnügen zu bieten. Auch die Spielzeit dürfte sich wieder im Bereich von etwa 3 Stunden bewegen. Kenntnisse der vorherigen Episode sind kein Muss, die Story ist weitgehend unabhängig davon.
Und es geht genauso gut weiter wie Episode 1 aufgehört hat, die
Telltale Studios beweisen sich als hervorragende und hochkreative Entwickler, denen die Ideen noch lange nicht auszugehen scheinen. Wieder kann man eigentlich nur die Kaufempfehlung aussprechen und eigentlich sollte sich jeder Fan von Comic-Adventures und schrägen Storys mittlerweile sowieso das Komplettpaket zugelegt haben...
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Wer das Ende von Episode 2 aufmerksam verfolgt hat, sollte gemerkt haben, wer diesmal der Gegner unseres genialen Duos ist: die Spielzeug-Mafia. Die versteckt sich im garantiert Mafia-freien Kasino unter den aus Episode 2 bekannten Teddybärverkleidungen. Der Commissioner, Chef von Sam und Max, hat einen Maulwurf in diese Organisation eingeschleust, doch weil der spurlos verschwunden ist, machen sich unsere beiden Helden auf den Weg,
die Welt den Maulwurf zu retten. Dabei müssen sie sich selbst in die Mafia einschleusen und vorher stilecht drei Aufgaben lösen, um zu echten Mafiosi zu werden. Dass darunter ihre geliebten Nachbarn Sibyl und Bosco (diesmal als Franzose verkleidet) leiden müssten, ist noch das geringste Problem. Aber mit neuen Freunden, wie eines Vietnam-Veteranen-Käfers, und viel Kreativität ist auch dieses städtische Übel schnell Geschichte, wenn auch mit einer überraschenden Wende gegen Ende.

Wieder ist "schnell" wörtlich gemeint, diesmal ist die Episode sogar noch schneller vorbei als die beiden vorigen und auch die neue Location, das Kasino, ist nicht besonders groß. Aber wieder stört das kaum, denn diese Zeit wird man bestens unterhalten. Sowohl die Verfolgungsjagden als auch andere kleine „gewalttätige“ Spielchen sind wieder dabei und auch ganz lustig. Die Ideen der Entwickler sind immer noch genial, besonders lobenswert ist hier Sams Tod (mehr wird hier nicht verraten). Auch am Rest des Grundprinzips hat sich nichts geändert, wobei das meiner Meinung nach auch nicht nötig ist. Insgesamt bietet
The Mole, The Mob, and The Meatball das mittlerweile gewohnte
Sam & Max-Spielgefühl, an neuen Gameplay-Ideen kann es kaum etwas liefern, das hat die Serie aber auch (noch) gar nicht nötig.
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In den USA gibt es nächstes Jahr Präsidentschaftswahlen, alle Welt diskutiert und schimpft über amerikanische Präsidenten und deren Politik und auch Sam & Max müssen sich mit ihrem Präsidenten herumschlagen (wieder mal wörtlich gemeint). Und wieder ist Hypnose schuld, dass Mr. President verrückt spielt und sogar die Waffengesetze verschärfen will. Und auch die unbekannte böse Macht im Hintergrund hat wieder ihren Auftritt.

Max macht kurzen Prozess mit dem Präsidenten und bald müssen unsere beiden Helden sich einem riesigen Gegner stellen: Abraham Lincoln, seines Zeichens einer der berühmtesten US-Präsidenten, tritt in Form seiner überdimensionalen Statue (
Original) an, um neuer Präsident zu werden. Notgedrungen tritt Max gegen ihn an und der Spieler muss in der Person von Sam ordentlich in die Kreativitätskiste greifen, um diesen ungleichen Kampf zu gewinnen. Aufgrund von unzähligen Fan-Beschwerden, das Spiel sei zu leicht, hat
Telltale den Schwierigkeitsgrad bei
Abe Lincoln Must Die! deutlich gesteigert. Die Lösungen erfordern wesentlich mehr Grips und Kreativität, die Winks mit dem Zaupfahl sind kaum noch anzutreffen und auch die Zahl der Rätsel wurde deutlich gesteigert. Damit steigt auch die (höchstens bei Episode 3 zu Recht) kritisierte Spielzeit. Neulinge im Genre werden mehr Frust erleben müssen, doch richtig schwere Rätselkost werden wir auch hier nicht finden. Ich persönlich finde den Schwierigkeitsgrad auf diesem Niveau perfekt getroffen.

Der Humor kommt trotz aller Schwierigkeit natürlich auch in Episode 4 nicht zu kurz: Ob der neue Charakter Agent Superball - unermüdlicher Sicherheitsmann, Sekretär für alles Mögliche, Telefonist des Präsidenten und Musical-Sänger (
hier zum Download) - oder Boscos bewährte Paranoia, der Humor ist gewohnt genial und sollte wirklich jedem etwas bieten. Auch die Soda Poppers sind wieder dabei, liefern sich als Gouverneure der drei Staaten South, North und West Dakota sogar einen Krieg um Mount Rushmore und auch Sybil spielt eine wichtige Rolle im Wahlkampf.
Sonst besinnt sich
Sam & Max Episode 4: Abe Lincoln Must Die! auf die alten Stärken und bessert die einzigen wirklichen Schwächen aus. Wer kein Problem mit US-kritischem Humor und Comic-Grafik hat, sollte in
Sam & Max mittlerweile sein perfektes Adventure gefunden haben. Mit Episode 4 erreicht die Serie ihren bisherigen Höhepunkt.
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Unser frisch gewählter Präsident Max geht seinen Pflichten als Staatsoberhaupt im Büro der Freelance Police nach, doch außer der Entsendung von Kampfrobotern nach Dakota, hat diese Episode reichlich wenig mit Politik zu tun. Nein, diesmal huldigen die Entwickler auf ihre eigene, humorvolle Art den Computerspielen und dem Internet.

Das Internet höchstpersönlich ist diesmal das Böse und herrscht in der Parallelwelt „Reality 2.0“, die nur mit speziellen Brillen erreichbar ist und ein Abbild der realen Welt darstellt, vieles aber auf sehr originelle Art verändert oder ergänzt. Doch der hohe Speicherverbrauch dieser Welt verursacht eine Katastrophe nach der anderen in der realen Welt und so müssen Sam und Max diesem Chaos ein Ende setzen. Dabei bleibt in gewohnter Manier kein Auge trocken: Ob Second Life, ob Super Mario oder das klassische Textadventure, ob „Schwert +2“ und klassische Runden-Kämpfe, ob „404 - Street not found“ oder die Urgesteine der Rechner-Geschichte, alles wird auf die gewohnt geniale
Telltale-Art auf die Schippe genommen und auch die mittlerweile liebgewonnenen Running Gags bekommen neuen Schwung durch die zweite Realität. Wer allerdings mit Computern und den „klassischen“ Computerspielen wenig am Hut hat, wird viele der Gags nicht verstehen können.

Die Rätsel sind genau wie in Episode 4 angenehm anspruchsvoll, diesmal aber fast zu schräg, weshalb der Rätselpart diesmal meiner Meinung nach nicht an
Abe Lincoln Must Die! herankommt. Auch der Soundtrack kommt trotz (oder gerade wegen) der Beep-Sounds in keinster Weise an die anderen Episoden heran und wirkt zum ersten Mal fast nervig. Die Grafik und die Sprecher sind immer noch die selben und immer noch sehr gut und bedürfen auch keiner Verbesserung.
Wegen kleinerer Schwächen ist
Sam & Max Episode 5: Reality 2.0 nur der zweit- oder drittbeste Teil der Serie, es ist aber auch schwer, das mehr als geniale
Abe Lincoln Must Die! zu toppen. Wir dürfen auf das Serienfinale in etwa einem Monat warten, am Ende von Episode 5 bekommen wir sogar den Namen des ultimativen Bösewichts, der trat bis jetzt aber nur als verzerrte Hintergrundstimme auf.
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Willkommen zum furiosen Finale der ersten Staffel, willkommen zu
Sam & Max Episode 6: Bright Side Of The Moon. Am Ende von Episode 5 bekommen wir ja verraten, wer denn der Oberböse ist, doch können wir und auch Sam nichts mit diesem Namen anfangen. Nachdem unser Duo nun scharfsinnig und gewohnt abstrus kombiniert hat, stehen Feind und Reiseziel fest: Es geht auf den Mond, um den uns seit Episode 2 bekannten Bösewicht endgültig zu besiegen, und dieser Bösewicht ist kein geringerer als unser allerliebster Nervbolzen Hugh Bliss und seine Sekte Prismatology. Hugh Bliss hat sich auf dem Mond eine Art Freizeitpark aufgebaut und dort finden sich all unsere Bekannten aus den vorherigen Episoden wieder, mit neuen und alten Problemen. Bevor man die letzte Episode spielt, sollte man auf jeden Fall alle Vorgänger gespielt haben, sonst wird man den Großteil der Gags nicht verstehen können.

Das Staffel-Finale ist um einiges länger als die anderen Episoden. Die Rätsel sind zahlreicher und teilweise auch nochmals deutlich anspruchsvoller geworden, wobei sie stets logisch bleiben und immer noch gewohnt genial sind. So muss man z.B. dem Kopf der Lincoln-Statue aus
Episode 4: Abe Lincoln Must Die! helfen, endlich mit Sybil zusammen zu kommen. Die wurde mittlerweile zur Königin von Kanada ernannt und nun wird nebenbei jedes Klischee der US-Amerikaner über ihre nördlichen Nachbarn ausgepackt und auf den Arm genommen.

Der Mond ist neben der gewohnten Nachbarschaft des Büros der Freelance Police die zweite große Location, und bietet Anspielungen auf die amerikanische Raumfahrt. Bewacht von unserem alten Bekannten Superball findet sich dort ebenfalls das Hauptquartier von Hugh Bliss. Nachdem wir ihn mal wieder ausgetrickst haben, finden wir uns im „Blister of Tranquility“ wieder, wo sich eine Achterbahn und ein Haufen Bekannte wie die C.O.P.S. (die an einem neuen Spiel arbeiten), die Abhörwanze (leider ohne Bedeutung im Spiel) oder Mr. Spatula, der Bürofisch des Duos, finden.
Wegen dieser Location werden natürlich auch die Wegstrecken etwas länger, was besonders bei Rätseln, die auf Mond und Erde spielen, nervig werden kann. Trotzdem kommen die Strecken bei weitem nicht an die Negativrekorde des Genres heran.

Die Gags aus den anderen Episoden waren ja schon einfach nur genial,
Bright Side Of The Moon übertrifft aber auch hier die Vorgänger an Ideenreichtum und Humor. Man kommt kaum zu einer ruhigen Minute, die Entwickler feuern ein wahres Feuerwerk an Gags ab. Zwar benötigt man für einige Gags gute Kenntnisse über die amerikanische Medienlandschaft und deren Humor, aber selbst die allgemein verständlichen Gags bringen immer wieder zum Lachen. Dazu trägt nicht zuletzt auch Bosco in seiner genialsten Verkleidung als seine eigene Mutter bei.
Die Sprachausgabe ist gewohnt gut wie rasant und anspruchsvoll zu verstehen, ein neues Musikstück gibt es auch, was meiner Meinung nach aber nicht annähernd an die anderen Songs herankommt, und auch die Grafik ist gewohnt farbenfroh.
Wie bei allen anderen Episoden empfehle ich sehr gute Englischkenntnisse, ohne diese würde ich empfehlen, bis zur Lokalisation von
JoWood im Sommer zu warten.

Abschließend kann man sagen, dass
Sam & Max Episode 6: Bright Side Of The Moon alles Gute aus den Vorgänger-Episoden übernimmt und größtenteils noch besser macht. Kleinigkeiten wie die teilweise längeren Laufwege stören nur wenig und die Gags und der furiose Endkampf entschädigen für die kleinen Frustmomente bei den vereinzelt sehr schweren Rätseln. Nur manchmal scheint es, dass
Telltale einfach noch ein paar Charaktere aus den Vorgänger-Episoden recycelt hat, um ihre neue Location zu füllen, weshalb z.B. die Wanze nur ein „Lass mich in Ruhe“ von sich gibt.
Dennoch ist das Finale auch die beste Folge der Staffel. Wer bis jetzt die gesamte Staffel noch nicht gekauft hat, hat eines der besten Adventures der letzten Zeit verpasst und sollte das dringend nachholen.
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Das war jetzt ein überlanger Review-Text und deshalb verschone ich euch jetzt mit weiteren Wiederholungen der eingangs schon erwähnten Stärken und Schwächen des neuesten Spiels von
Telltale Entertainment.
Trotzdem: Die amerikanischen Entwickler haben 6 tolle Episoden vorgelegt, die trotz einzelner Schwächen rundum überzeugen. Eine solche Gag-Dichte gab es schon lange nicht mehr und mit insgesamt etwa 20 Spielstunden ist der Preis von 34,95 $ (etwa 26 €) auch völlig in Ordnung.
Die Besonderheiten der einzelnen Episoden lest ihr oben, ich kann euch nur noch eins raten: Kaufen! Wer aber dem Englischen nicht mächtig ist, sollte wegen dem hohen sprachlichen Anspruch auf die lokalisierte Version von
JoWood warten, sie wird wahrscheinlich im August erscheinen.