Loom ist ein zauberhaftes Märchen. Die Welt von
Loom ist bestimmt durch die Gilden. Es gibt z. B. die Gilde der Schmiede, der Glasbläser, der Schäfer oder eben der Weber (
Loom = Webstuhl). Die Weber sind eine besonders mächtige Gilde, denn sie weben den Teppich, der die Geschichte der Welt erzählt. Ihr spielt Bobbin Threadbare, einen jungen Weber, aber auch ein Ausgestoßener, ohne daß er wüßte, warum. Seit dem Tod seiner Mutter wurde er von der alten Hatchle groß gezogen und heimlich in der Kunst der Weber gelehrt, entgegen der Anweisung der Ältesten. Es ist Bobbins 17. Geburtstag, der Tag seiner Volljährigkeit, und der Tag, an dem sich sein zukünftiges Schicksal entscheiden soll. Doch die Weber werden angegriffen, werden in Schwäne verwandelt und fliegen davon. Es ist nun Bobbins Aufgabe, seine Gildenbrüder und -schwestern wiederzufinden.

Die Spielmechanik von
Loom unterscheidet sich sehr von anderen „gewöhnlichen“ Adventures. Es gibt keine beweglichen Gegenstände und kein Inventar. Man kann Gegenstände nur benutzen, indem man zu ihnen läuft und dann auf das erscheinende Bild im unteren Bereich des Bildschirm klickt. In den meisten Fällen wird Bobbin dann den Gegenstand beschreiben. Die Aktionen und Rätsel werden jedoch in der Regel mit dem Stab im unteren Bildschirmbereich ausgeführt, den man ziemlich am Anfang des Spiels bekommt. Mit dem Stab kann man Melodien spielen. Spielt man beispielsweise die Melodie „öffnen“ auf eine Tür, so wird diese geöffnet. Um sie wieder zu schließen, müsst ihr die Melodie umgekehrt spielen. So gibt es auf der Reise viele verschiedene Melodien zu entdecken, die für die Lösung der verschiedenen Rätsel notwendig sind. Es wird empfohlen, sich die Melodien beim spielen zu notieren ;-)
Die verschiedenen Schwierigkeitsgrade beinhalten nicht etwa mehr oder weniger Rätsel, es wird lediglich schwerer, die Melodien zu erkennen. So leuchtet bei „Standard“ noch die entsprechende Stelle des Stabes auf, wenn ein Ton erklingt, wogegen man sich bei „Experte“ nur noch auf sein Gehör verlassen kann. Zudem ist im Expertenmodus eine Zusatzszene eingebaut.
Loom ist sicherlich eines der ausgewöhnlicheren Adventure und weiß mit einer fantastischen Geschichte zu brillieren. Musik hat hier ganz großen Einfluß auf das Spielgefühl, das merkt man bereits beim Intro mit Tschaikowskys Schwanensee-Ouverture. Die Rätsel sind allesamt moderat und durch die Fixierung auf Melodien ein wenig eingeschränkt. Doch bereits im schweren Modus kann es für ungeübten Ohren durchaus zu einer Herausforderung werden, die Melodien zu erkennen und nachzuspielen. Leider ist das Spiel insgesamt auch sehr kurz, was der Qualität des ganzen jedoch keinen Abbruch tut. Immerhin legte LucasArts (bzw. damals LucasFilm Games) dem ganzen ein Audiohörspiel bei, daß die Hintergründe von Bobbins Geschichte in einer viertelstündigen Geschichte zusammenfasste - damals gab's sowas sogar komplett lokalisiert auf deutsch! Und das ganze durchaus mit nicht ganz unbekannten Sprechern, u.a. "Märchenonkel" Hans Paetsch.
Falls ihr an irgendeiner Stelle nicht weiterkommt und sonst irgendwelche Probleme habt, empfehlen wir einen Blick in woody49's Komplettlösung .